Wenn du in WordPress unterwegs bist, stolperst du irgendwann darüber: Ein Upload erzeugt plötzlich viele Bilddateien. Und dann wirkt es, als würden überall „komische Formate“ entstehen. Tatsächlich steckt dahinter ein sinnvoller Gedanke: WordPress liefert je nach Gerät und Layout eine passende Bildgröße aus (responsive images).
Warum WordPress mehrere Bildgrößen erzeugt
Wenn du ein Bild hochlädst, erstellt WordPress zusätzliche Größen, damit ein Smartphone nicht die gleiche Datei laden muss wie ein 4K-Monitor. Das spart Ladezeit.
Typische Größen (je nach Theme/Setup):
- 150×150 (Thumbnail) – häufig für kleine Vorschaubilder, Widgets, Listen
- 300 / 768 / 1024 – oft für Content und responsives Verhalten
- 1536 / 2048 – „Large“-Varianten für größere Displays (nicht immer nötig)
Welche Größen in der Praxis oft sinnvoll sind
Das hängt vom Layout ab, aber als robuste Basis funktioniert häufig:
1) Content-Bilder
Wenn dein Contentbereich ~ 1200–1300px breit ist, reicht meist:
- eine saubere Größe um 1280px (lange Kante)
- plus kleinere Varianten fürs Mobile (macht WP automatisch)
2) Hero/Teaser-Bilder
Wenn du echte große Hero-Flächen hast:
- 2000–2500px (lange Kante) kann Sinn machen
- aber nur, wenn die Datei komprimiert ist (sonst wird’s langsam)
3) Thumbnails (150×150)
Die sind oft nützlich – selbst wenn du sie „bewusst“ nicht nutzt. Viele Widgets/Listen/Plugins greifen darauf zurück. Wenn du wirklich sicher bist, dass du sie nirgends brauchst, kann man sie abschalten — aber das ist ein „fortgeschrittenes Aufräumen“, kein Muss.
Was wirkt doppelt – ist aber oft Absicht
1024 und 1280 wirken ähnlich, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke:
- 1024 für Tablet/kleinere Layouts
- 1280/1536 für größere Content- oder Grid-Flächen
Wenn du sehr konsequent nur eine Layoutbreite nutzt, kannst du reduzieren — aber dann solltest du vorher einmal prüfen, wo Bilder wirklich wie groß ausgespielt werden.
„Ich hab viele Formate – woher kommen die?“
Neben WordPress selbst kommen Größen oft von:
- Theme/Child-Theme (
add_image_size) - Elementor (z. B. bei bestimmten Widgets)
- WooCommerce/Portfolio/Slider-Plugins
- Performance-Plugins (WebP/AVIF Varianten, je nach Tool)
Empfehlung für eine schlanke Agentur-Standardisierung
- Definiere 2–3 Zielgrößen, die du wirklich brauchst (z. B. 400/800/1280 + Hero 2500).
- Lass WordPress responsive ausspielen (Standard).
- Komprimierung automatisieren (z. B. TinyPNG).
- Erst dann aufräumen (sonst optimierst du ins Blaue).
Fazit
Viele Bildversionen sind nicht automatisch schlecht — sie sind oft der Grund, warum eine Seite auf Mobile schnell bleibt. Ziel ist nicht „so wenig Dateien wie möglich“, sondern: so wenig Gewicht wie möglich.


